Die Brandenburgliga hat uns wieder...!

Nachdem im Juni 2009 der Wiederaufstieg in die Brandenburgliga gelang, konnte in der ersten Saison das Ziel natürlich nur "Klassenerhalt" lauten. Mit einer jungen und hungrigen Mannschaft, zum Großteil der Aufstiegsmannschaft, wurde das Unternehmen in Angriff genommen. Und siehe da - am Ende der Comeback-Saison stand der letztenlich doch deutliche Klassenerhalt (mit 11 Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge), vor allem die fantastische Rückrunde (gerade in der entscheidenden Phase blieb man vom 23. bis zum 27. Spieltag ungeschlagen und holte 11 wichtige Punkte) trug dazu bei. Doch den krönenden Abschluss bescherte sich der FC Stahl dann nach der Saison: in der Sommerpause wurde die 1971 errichtete Gegentribüne saniert. Unterstützt von einigen helfenden Fans wurden die Stahlträger komplett lackiert, die vorher dunkelgrauen und verrosteten Rückwände der Tribüne wurden komplett ausgetauscht und das Kamerapodest wurde ebenfalls wieder "aufgemöbelt". Durch die Neugestaltung der Tribünenrückwand in weißer Farbe wurde auch der legendäre Schriftzug "STAHL BRANDENBURG" erneuert und in nun blauer Farbe angebracht - ansonsten blieb dieser unverändert. Alles in allem hat die Tribüne nun ein komplett neues, ganz in blau-weiß gehaltenes Äußeres erhalten und sollte gut gerüstet sein für die nächsten 4 Jahrzehnte...

Darüberhinaus wurden 2010 auch an diversen Zäunen, Gittern und Geländern jede Menge blaue und weiße Farbe eingesetzt, so dass die Vereinsfarben auf dem Stadiongelände heute so stark vertreten sind wie noch nie zuvor. Im Sommer 2011 erhielten auch der Sprecherturm sowie sämtliche Wellenbrecher im Stadion einen neuen (natürlich blau-weißen) Anstrich, so dass das Stadion - von einigen Makeln abgesehen - immer mehr in neuem Glanz erstrahlt. Noch nie in seiner Geschichte waren die Vereinsfarben blau und weiß so stark präsent wie heute! Natürlich soll nicht verschwiegen werden, dass an zahlreichen Stellen dringender Handlungsbedarf besteht - doch gerade durch die Eigeninitiative verschiedener Vereinsmitglieder konnte schon viel erreicht werden!

Nachdem der FC Stahl sich durch die Saison 2010/11 doch mehr oder weniger zu Klassenerhalt quälte, standen im Smmer 2011 die Vorzeichen gut, dass die Spielzeit 2011/12 erfolgreicher ablaufen sollte. Der Kader wurde gezielt verstärkt, die Fans stehen nach wie vor eng zusammen und das Stadion ist bestens gerüstet für höhere Aufgaben. Nach einem guten Saisonstart und einer bis März 2012 anhaltenden Schwächephase sah der FC Stahl bereits wie ein sicherer Absteiger aus, zwischenzeitlich waren es 8 Punkte bis zum rettenden Ufer. Eine bemerkenswerte Aufholjagd wurde schließlich am letzten Spieltag mit einem Sieg in Neuruppin gekrönt, der letztendlich den Klassenerhalt sicherte. Somit gab es also auch in der Saison 2012/12 Brandenburgliga-Fußball am Quenz. 

Auch in den folgenden Spielzeiten war das Abstiegsgespenst ständiger Gast am Quenz, nach abermaligen Spielzeiten, in denen es wieder nur gegen den Abstieg ging (das jedoch erfolgreich!), scheint sich der FC Stahl in der Saison 2014/15 so langsam wieder im Mittelfeld der Tabelle zu etablieren. 

Überschattet wurden die letzten Jahre die Endphase vom bekannt gewordenen Beschluss der städtischen GLM, die die Flutlichtmasten abreißen möchte. Die daraufhin gegründete "IG Freunde des Stahlstadions" kämpft seitdem um den Erhalt der Masten. Nachdem 2013/14 dieser Kampf gewonnen schien, sorgte ein Presseartikel im Februar 2015 für Aufregung, in dem davon die Rede war, dass die Masten noch im gleichen Jahr fallen sollen. Der Kampf geht also weiter...

Ungeachtet dessen: eines Tages wünschen sich die Fans zumindest wieder Oberliga-Fußball am Quenz. Verdient hätten sie und das Stadion es allemal........